Vorwort zum Buch

Als Vorbemerkung muss gesagt werden, dass „MAYA“ nicht ein Volksstamm oder ein Volk ist oder war, sondern dass darunter eher eine Kulturgemeinschaft im ganzen nord-, mittel- und südamerikanischen Raum zu verstehen ist.

Dieses Wort haben die Eingeborenen nie für sich als Volk gebraucht, sondern sie haben es den Konquistadoren bei der Eroberung Yucatáns als Warnung zugerufen (mit der Bedeutung):

„Vorsicht! Ihr werdet an Gift sterben!“ (= may yaah orán = maya orán).

Doch das Wort „MAYA“ haben die Spanier verstanden als „Wir sind die MAYA aus Orán“, und so entstand dieser irreführende Begriff für einen Teil der Bevölkerung Mesoamerikas.

Gift (= orán) verwendeten die Eingeborenen damals in dreifacher Weise:

a) Mit Arsen-Dämpfen hatten MAYA-Städte schon davor Angreifer erfolgreich abgewehrt.

b) Mit Quecksilber schützten sie sich vor Grabräubern und „unliebsamen“ Gästen.

c) Auch heute noch gibt es ein heimtückisches Gift, das man nicht spüren soll und das erst vier Wochen  nach seiner Verabreichung überraschend und ohne Voranzeichen tödlich wirkt.

Diese bedeutende „Indio - Kultur“ (auch dieser Begriff „Indio“ ist irreführend, aber weltweit für die „amerikanischen Eingeborenen“ gebräuchlich) ging kurz vor der Entdeckung durch Christoph Kolumbus (1492 n. Chr.) unter. Die noch bestehenden Reste der Kultur haben die Spanier vernichtet: Bücher verbrannt, Tempel zerstört, Priester und Ungläubige ermordet.

Die meisten Eingeborenen starben jedoch - so unglaublich es klingen mag - an Schnupfen und an Grippe. Daneben haben auch andere aus Europa eingeschleppte Infektionskrankheiten, gegen die die Urbevölkerung noch keine Abwehrstoffe hatte, ganze Städte und Volksstämme ausgerottet: Masern, Pocken, Cholera, Pest, Syphilis.

Seit rund 150 Jahren versucht die Wissenschaft aus Scherben im Bodensatz alter Brunnen, aus den Ruinen der Zeremonialstädte und aus den wenigen erhaltenen Schriften

Codex Dresdensis in Yucatéc - MAYA (Dresden)

Codex Peresianus in Yucatéc - MAYA (Paris)

Codex Tro-Cortesiano in Yucatéc - MAYA (Madrid)

Codex Natall in Mixtec - MAYA (Oxford)

Codex Vindobonensis  in Mixtec - MAYA (Wien)

die Zeit vor der Entdeckung zu rekonstruieren.

Eines der letzten großen Geheimnisse sind die verschiedenen M A Y A - K a l e n d e r.

Es gab schon mehrere Versuche, sie zu deuten, zu dechiffrieren und mit unserem Kalender zu vergleichen; leider gab es bisher nur unvollständige und widersprüchliche Aussagen.

Dies zu ändern, war mein H a u p t a n l i e g e n . Alle Kalender sind nun entschlüsselt.

Die Ergebnisse sind in diesem Buch niedergeschrieben. Sie werden dazu beitragen, dass manches neu überdacht werden muss. -

MAYA-Daten sind Geschichtszahlen. Es existieren präzise Zeitangaben über alle wichtigen Ereignisse Amerikas rückwirkend bis rund 2000 v. Chr.

Diese Aussage ist ein absolutes N o v u m , das nicht nur die Bewohner Yucatáns interessieren dürfte, sondern die ganze g e b i l d e t e Welt.

Auch Sioux, Hoka, Hopi, Zunji, Algonkin, Apachen, Irokesen und andere Eingeborenenstämme gehören zu dieser MAYA-Kultur.

Die übersetzten Daten aus 3 MAYA-Kalendern erscheinen - chronologisch geordnet - zusammen mit viel Neuem in diesem Buch:

Die Geschichte Amerikas vor Kolumbus birgt so viele Überraschungen, dass noch viele Bücher über die einzelnen Kapitel geschrieben werden müssen. -

Zwei Punkte auf dem Zeitstrahl haben mich besonders beeindruckt:

A) W i k i n g e r haben Mesoamerika schon 754 n.Chr. entdeckt und später auch lange beherrscht.

B) Die erste Hauptstadt Amerikas A T L A N war das von Platon beschriebene "Polis ATLANtis". Nur durch aktive Unterstützung von heute noch lebenden Nachfahren der Urbevölkerung war es möglich, die Goldstadt Platons zu finden.

Die beiden "Nebenprodukte" übersteigen bei weitem die Ziele, die ich mir selbst gesteckt hatte; sie wurden zwangsläufig zum Schwerpunkt des vorliegenden Buches.

Ich bin mir bewusst, dass dieses Buch notwendigerweise verschiedene Fachbereiche ansprechen muss und dass es dadurch ein vielseitiges Wissen zu vermitteln hat z.B. auf dem Gebiet der Mathematik, der MAYA- Mathematik, der Kalender, der europäischen und amerikanischen Geschichte und Vorgeschichte, der Archäologie und Völkerkunde, der Etymologie und Ethnologie, der Astronomie, der Chemie, der Geophysik und der Gesteinskunde, der Sprachwissenschaften und der Linguistik und besonders auf dem Gebiet der MAYA - Forschung und der Erforschung der Wikinger - Kultur.

Das hört sich mit all den Fremdwörtern im ersten Moment schwierig und kompliziert an, ist es aber nicht; denn ich habe mir als Lehrer, der auch Deutsch vom 1. bis 12. Schuljahr unterrichtet hat, Mühe gegeben, alles so einfach darzustellen und zu erklären, dass jeder Erwachsene und jeder Schüler (ab 12 Jahren) den Inhalt des Buches verstehen und sogar nachprüfen kann.

Diesbezüglich möchte ich die Experten der einzelnen Sachgebiete für manche Erklärungen um Verständnis bitten, die sicherlich einige Erklärungen zu ihrem speziellen Zweig der Wissenschaft für überflüssig oder zu weitschweifig halten: sie können jedoch nicht bei jedem Leser ohne weiteres als bekannt vorausgesetzt werden.

 

Der Autor                                                    

 —>>  Buch „ABC der MAYA“—PDF

Forschungen

 

Joachim

Rittstieg